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14.05.2012

drupa-Preis 2012 für Ruth Heynen: Europa lebt durch seine Vielfalt

Die Doktorandin Ruth Heynen hat den drupa-Preis 2012 erhalten. Die drupa zeichnete die Düsseldorferin für ihre Dissertation „Flüchtige Topographien des Kulturellen.

 

Die Doktorandin Ruth Heynen hat den drupa-Preis 2012 erhalten. Die drupa zeichnete die Düsseldorferin für ihre Dissertation „Flüchtige Topographien des Kulturellen. Zur Konstruktion Europas durch Theaterarbeit“ aus. Den Preis überreichten Bernhard Schreier (Vorstandsvorsitzender der Hei-delberger Druckmaschinen AG und Präsident der drupa 2012), Werner M. Dornscheidt (Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf) und Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper (Rektor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) im Rahmen einer Festveranstaltung am 14. Mai anlässlich der drupa 2012.
In ihrer Doktorarbeit beleuchtet Ruth Heynen das Schaffen einer europäi-schen Identität. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass es unmöglich sei, „eine homogene Identität“ zu finden. Vielmehr sei eine „nicht zu bändigende Kul-turenvielfalt“ charakteristisch, die auf die nur so in Europa vorkommende Sprachenvielfalt auf engstem Raum zurückzuführen sei. Die Doktorandin unterstreicht das mit einer Analyse von mehrsprachigen Theaterinszenie-rungen, denen so ein wichtiger Stellenwert im europäischen Einigungspro-zess zukommt.
Die Aktualität des Themas war ein wesentliches Kriterium für die Preis-Kommission bei ihrer Entscheidung für die Doktorarbeit von Ruth Heynen. Bernhard Schreier hob in seiner Laudatio den Bezug zu den letzten euro-päischen Debatten vor, die in ihrer Beschränkung auf finanzpolitische As-pekte dem Begriff „Europa“ nicht gerecht werden würde. Von jeher sei es schwierig gewesen, diesem Gebilde eine kulturelle Identität zuzuweisen. Dennoch würde die Länder wie auf kaum einem anderen Kontinent ein ge-meinsamer Gedanke einen, dem es gilt, Gestalt und Raum zu verleihen.
Wie dies gelingen kann, beschreibt Ruth Heynen in ihrer Doktorarbeit. Sie trifft damit den Kern der Inhalte, welche die drupa als Weltleitmesse für die Druck- und Medienindustrie im Fokus hat, wie Schreier betonte: „Kommu-nikation, Internationalität und Verständigung.“

Ruth Heynen startete in den 1980ern ihre Theaterlaufbahn. In Deutschland wie in Italien ist sie als Schauspielerin, Dramaturgin und Journalistin tätig. Daneben studierte sie von 1994 bis 2001 Neuere deutsche Philologie, Germanistische Sprachwissenschaft und Romanistik an der Heinrich-Heine-Universität (HHU) in Düsseldorf. Dort war sie immer wieder als Wis-senschaftliche Mitarbeiterin tätig. Aktuell arbeitet sie in dieser Funktion am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der HHU.
Mit dem drupa-Preis zeichnet die Messe Düsseldorf jedes Jahr die beste Doktorarbeit der Philosophischen Fakultät an der HHU aus. Bereits seit 1978 würdigt sie herausragende geisteswissenschaftliche Arbeiten Düssel-dorfer Universität und fördert mit dem Preisgeld von 6.000 Euro die Publi-kation und Verbreitung der Dissertation. Über die Vergabe des drupa-Preises entscheidet jedes Jahr ein Fachgremium, bestehend aus dem Rek-tor und Prorektor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, dem Präsiden-ten der drupa und dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf.


Ihr Kontakt: Pressereferat drupa 2012
Monika Kissing
Anne Klaus (Assistenz)
Tel: +49(0)211-4560 543
Fax: +49(0)211-4560 8548


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