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Wie sieht es mit Investitionen aus (Maschinen, Software, Personal)?
Nach der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 ist die Zahl der Maschineninvestitionen in der indischen Verpackungs- und Zeitungsbranche enorm angestiegen. Die jährliche Gesamtwachstumsrate der indischen Print-Industrie wurde im Zeitraum 2007-2012 auf 12,2 Prozent geschätzt. Regionale Zeitungen haben in den letzten fünf Jahren ihre Auflage verdoppelt und zahlreiche lokale Ausgaben hinzugefügt. Im Verpackungssektor wurden ebenfalls hohe Investitionen getätigt, um den Auftraggebern einen eindeutigen Mehrwert zu schaffen. Zudem haben Export-Aufträge von Verlagen und Verpackungsfirmen im Pharma-Bereich die Druckunternehmen in Indien zu mehr Wachstum verholfen. Es wird geschätzt, dass der Export von Druckerzeugnissen bis zum Jahr 2014 um 40 Prozent ansteigt.
Wie steht es um den digitalen Druck?
Der digitale Druckmarkt ist, insbesondere im letzten Jahrzehnt, enorm gewachsen. 2011/2012 wird in Indien von einem Wachstum von 20-25 Prozent ausgegangen. Geringere Lagerbestände, Just-in-Time Produktion und Kosteneffizienz bei Kleinauflagen erregen die Aufmerksamkeit indischer Druckunternehmen immer mehr.
Variabler Druck und Echzeit-Flexibilität sind die größten Stärken des Digitaldrucks. Wir glauben, dass Druckunternehmen ihre vorhandenen Bogen- und Rollenoffset-Kapazitäten mit digitalen Lösungen ergänzen sollten, um ideal aufgestellt zu sein. Denn dadurch wird nicht nur ihr Produktions-Workflow optimiert sondern die Hochgeschwindigkeitsproduktion um einiges flexibler. Dies erweitert einerseits das Produkt-Portfolio und schafft andererseits einen entscheidenden Mehrwert für die Endkunden.
Social Media und Web-to-print – sind diese Themen in den Köpfen der Menschen präsent?
Social Media hat einen immer größeren Einfluss auf das Leben der indischen Bevölkerung. Twitter und MySpace sind in allen Altersgruppen im ganzen Land sehr beliebt und haben sich als wichtige Plattformen für Marken ergeben, um die Reichweite zu erhöhen und Endverbraucher besser zu erreichen. Die Selbstvermarktung über Social Media Plattformen hat dazu geführt, dass der durchschnittliche Inder inzwischen bis zu 60 Minuten pro Tag im Internet verbringt. Dies beweist die Wichtigkeit von Social Media in den Marketingplänen von Unternehmen und eine hohe Effektivität, wenn es über die Übermittlung von Werbebotschaften an ihr Zielpublikum geht.
Web-to-Print hingegen ist erst vor kurzem in der indischen Druckbranche aufgetaucht und noch nicht sehr weit verbreitet. Doch die immer größere Durchdringung des Internets im Land und das Aufkommen professionell geführter Druckunternehmen drängt diese Technologie immer mehr in den Vordergrund. In den großen Städten haben Druckereien aufgrund des Platzmangels und der hohen Immobilienpreise wenig Möglichkeiten zu expandieren. Ich bin daher überzeugt, dass diese Technologie sehr bald die Aufmerksamkeit der indischen Druckindustrie erregen wird.
Natasha Tandon
