Hauptinhalt dieser Seite

Sprungmarken zu den verschiedenen Informationsbereichen der Seite:

Sie befinden sich hier: drupa. News.

Potenzial Weiterverarbeitung – vom Schattendasein ins Rampenlicht

Die Entwicklung der neuen Medien und der Vormarsch digitaler Drucktechnologien halten die Druck- und Medienbranche in Atem. Die Auflagen werden kleiner, Produktionszyklen immer kürzer. Schnelle Reaktionszeiten und Last-Minute-Korrekturen bestimmen heute den Arbeitsalltag. Für alle Beteiligten bedeutet dies oft einen Wettlauf mit der Zeit, der durch die Verarbeitung nicht verloren gehen darf. Und genau deshalb sind heute intelligente Weiterverarbeitungs-Optionen so gefragt wie nie. Eine große Chance steckt dabei auch etwa in der Postpress-Veredelung von Druckprodukten, insbesondere im Digitaldruckgeschäft. Hier verzeichnet das Fotobuch derzeit enorme Steigerungsraten. Von Andrea Bötel

Fotobuch.jpg  „In den nächsten Jahren werden wir zwei Trends beobachten. Zum einen wird sich der Trend zur Automatisierung weiter fortsetzen – und zwar prozessübergreifend. Zum anderen wird es eine Bewegung hin zu »Klasse statt Masse« geben“, bringt Matthias Siegel, Marketing Manager der MB Matthias Bäuerle GmbH, die Entwicklung in der Weiterverarbeitung auf den Punkt. Beim Stichwort „Klasse“ und dem hohen Qualitätsanspruch sind sich alle Experten einig. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich bei einem Druck um die Millionenauflage einer Zeitung handelt, oder um ein Fotobuch in der Auflage eins. Das, was ins Auge fällt, ist das fertige Produkt - und das entsteht schließlich erst in der Weiterverarbeitung, wo jede Klebebindung, Klammerheftung, jeder Falz und jede Klappkarte perfekt sitzen muss.

 

„Im Wettbewerb mit den Online-Medien wird es zunehmend wichtiger werden, gedruckte Erzeugnisse zu generieren, die durch ihre Haptik oder andere buchbinderische Finessen bestechen.“
Matthias Siegel, MB Bäuerle

Herausforderung der Zukunft

„Die Herausforderung der Zukunft wird sein, Druckprodukte zu kreieren und auch umzusetzen, die die Stärke von Print immer wieder beweisen, und somit dafür sorgen, dass die gedruckten und verarbeiteten Endprodukte ihren festen Platz im Medienmix behalten“, so Matthias Siegel. Daher werden an die Technologie der Druckweiterverarbeitung höchste Anforderungen hinsichtlich der Flexibilität gestellt, um jedes noch so kreative Konzept umsetzen zu können. Auf der anderen Seite müsse dies aber gleichzeitig bei einem Höchstmaß an Produktivität passieren, so Siegel. Daher werde die Gratwanderung zwischen Flexibilität und Automatisierung, zwischen Kreativität und Effizienz die Entwicklung der Technologie in Zukunft bestimmen.

Ein Geschäftsfeld, in dem Wachstum zu erwarten ist, sei etwa das Direktmarketing. „Ein gut gemachtes Mailing fällt ins Auge. Die richtige Technologie erlaubt es, Aufsehen zu erregen und damit den Erfolg der Mailingaktion zu sichern,“ so Siegel. Das Responseverhalten sei nicht nur vom Inhalt des Mailings abhängig, sondern ebenso von der Auffälligkeit, der Form, interessanten Falzarten, aufgespendeten oder beigelegten Mustern, einer speziellen Aufmachung und der einfachen und bequemen Logik der Responseelemente. Matthias Siegel findet: „Der Druckweiterverarbeitung kommt hierbei eine entscheidende Rolle zu, da sie es erst möglich macht, solche einzigartigen Produkte von der Theorie in die Praxis umzusetzen.“

 
© Messe Düsseldorfgedruckt von www.drupa.de