Sie befinden sich hier: drupa. News. World of drupa News.
„Die Druckindustrie in China ist sehr stark und professionell – wir können jeden Bedarf decken und genau die Qualität liefern, die unsere Kunden erwarten”, versichert Koo Hu, Sales Manager bei Shenzhen Caimei Printing Co., Ltd. in China. Tatsächlich hat Chinas Wirtschaft die Wirtschaftskrise vergleichsweise gut überstanden. Konjunkturpaket und gelockerte Kreditvergabe konnten einen Einbruch des Binnenkonsums verhindern. Die Druckindustrie ist laut einem Bericht der German Trade and Invest (http://www.gtai.de) im Vergleich zu anderen Ländern überraschend gut durch die Krise gekommen. Demnach stieg der Produktionswert der Branche laut Angaben der China Printing and Printing Equipment Industries Association 2009 um 10 Prozent auf 77 Mrd. US-Dollar. Als Grund für die antizyklische Entwicklung sehen Branchenkenner die lockere Kreditvergabe. Insgesamt verzeichnet die China Printing and Printing Eguipment Industries Association (Stand 2009) rund 101.950 Druckereien und 4,5 Millionen Beschäftigte.
Zwar verzeichneten jene Druckereien, die für exportorientierte Kunden arbeiteten, hohe Umsatzeinbußen. Doch schneller als erwartet kam im Laufe des 1. Halbjahres 2010 der Umschwung, die Exporte überholten das Vorkrisenniveau, und die Druckereien mussten konsequenterweise ihre Produktion wieder hochfahren. Als resistenter erwies sich der Inlandsmarkt. Hier boomt vor allem der Verpackungsdruck. Die Chinesen kaufen angesichts steigender Einkommen immer häufiger im Supermarkt und erwarteten ansprechende Verpackungen. Der Verband prognostiziert dem Verpackungsdruck ein jahrelang andauerndes starkes Wachstum aufgrund der hohen Binnennachfrage. Insbesondere deswegen ist der Verpackungsmarkt auch für Bogenoffsetmaschinenhersteller so interessant.
Während im Verpackungsdruck hohe Wachstumsraten zu erwarten sind, zeichnet sich bei Büchern, Zeitungenund Katalogen eine andere Entwicklung ab. Die Produktionsentwicklung in diesem Bereich ist rückläufig, was am zunehmenden elektronischen Konsum von Informationen liegt. Insbesondere die Hersteller von Katalogen und Broschüren, die für ausländische Auftraggeber produzieren, machen sich Sorgen, denn hier wurden Budgets gestrichen und Aufträge storniert. Chinas Exporte können mengenmäßig nicht mehr so stürmisch wachsen, da die westlichen Märkte weitgehend gesättigt sind.
Chinas Druckindustrie im Überblick (Stand 2009):
Anzahl Druckereien gesamt:
101.048
Verpackungsdruck:
43.384
Verlagsdruck:
6.551
Angestellte Mitarbeiter:
4,5 Millionen
Industrieller Ausstoß:
76,9 Mrd. US-Dollar
Quelle: German and Trade Invest (www.gtai.de)
