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Veredelung macht Print wertvoll

Mit allen Sinnen

Geruchsproben auf Druckprodukten sind nicht wirklich neu, doch hat die Technologie in den letzten Jahren einige Fortschritte gemacht. Ein Beispiel dafür ist „SCENTIFIC“ von dem deutschen Hersteller Schubert International (http://www.schubert-international.com). Bei dieser Technologie wird der Duft, der auf das Produkt aufgetragen werden soll, zunächst in einem ersten Arbeitsschritt in Mikrokapseln eingeschlossen. Anschließend arbeitet der Hersteller die Mikrokapseln in einen speziellen Drucklack ein. Der Vorteil daran: Der Drucklack mit den Mikrokapseln kann anschließend im Offset-, im Tiefdruck-, Fle oder Siebdruck eingesetzt werden. Beim 4c-Druck wird der Speziallack einfach als fünfte Farbe gedruckt. Dabei ist es auch kein Problem, verschiedene Duftstoffe nebeneinander aufzutragen. Zwar ist nicht jedes Papier geeignet, doch gibt es eine breite Auswahl geeigneter Bedruckstoffe. Der Endkunde zerdrückt dann durch Reiben mit dem Finger die Mikrokapseln und setzt dadurch die Duftstoffe wieder frei. Das funktioniert auch mehrmals. Von Werk aus gibt es bereits eine breite Liste an Düften, die von Leder über Brandgeruch und Zahnarzt bis hin zu Kiwis und Orchideen reichen. Individuelle Düfte sind ebenfalls möglich. Wichtige Kunden kommen dementsprechend aus der Kosmetikindustrie, die Scentific für ihre Produktpräsentationen einsetzen.

Die Karte dabei

Die Idee ist bestechend einfach: Anstatt Visitenkarten unpraktisch in Präsentationsmappen einzustecken, werden sie mit Hilfe von Folie einfach direkt in die Mappe integriert. Der Kunde braucht das Kärtchen dann nur noch herauszudrücken. Unter dem Namen „Card-in“ (http://www.integrierte-karten.de/) hat die Druckerei koopmanndruck aus Stuhr in Deutschland sich die Idee schützen lassen und ausgehend von dem Standardprodukt eine Reihe weiterer, noch anspruchsvollerer Produkte entwickelt. Die Card-in Flip erlaubt es zum Beispiel dem Endkunden, sein Foto auf die Karte zu kleben und mit einer Schutzschicht zu sichern. Einsatzfelder hierfür sind zum Beispiel Jahreskarten oder Ausweise. Eine andere Anwendung sind Messe- und Kongressausweise, die mit einem vorgestanzten Schlitz für das Befestigungsbändchen ausgestattet sind.

Microwood-Novum

Die Design-Zeitschrift „Novum“ erschien 2009 mit einem Umschlag aus Microwood. Echtes Holz, das sich doch fast wie Papier verarbeiten lässt.

 
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