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Specials

Druckkunst Leipzig

Das Museum für Druckkunst in Leipzig






Wenn sich alle vier Jahre die Druck- und Medienwelt auf der drupa in Düsseldorf trifft, um sich über die neuesten Entwicklungen und Trends zu informieren, darf in der Vorausschau auf die Zukunft der Blick zurück in die Vergangenheit der Branche nicht fehlen. Wie schon 2004 präsentiert sich das Leipziger Museum für Druckkunst auf der drupa und bringt aus der traditionsreichen Buch- und Verlagsstadt einen kleinen Kosmos des Druckens nach Düsseldorf: Schriften aus Blei und Buchstaben aus Holz, eine historische Radierpresse mit Holzrad, eine tradi-tionelle Buchdruckmaschine und vieles andere mehr.

In der Informationsgesellschaft von heute agieren Museen als Wissensspeicher und schlagen damit eine Brücke zwischen Historie und Gegenwart. So auch das Museum für Druckkunst in Leipzig, das die Herstellung von Printmedien mit allen Sinnen erlebbar macht. In Halle 9 zeigt das Museum auf rund 300 qm den Besuchern der drupa einen Ausschnitt aus seiner Sammlung und seiner im Museum produzierten Produkte. Ergänzt wird die Präsentation durch regelmäßige Vorführungen an den mitgebrachten Druckmaschinen. Auf diese Weise wird anschaulich, wie viel Können und Komplexität sich hinter einem Druckprodukt, sei es ein Bild oder ein Text, verbirgt.

Den Besuchern, die darüber hinaus Gelegenheit haben, nach Leipzig zu kommen, bietet das Museum für Druckkunst ein ganz besonderes Erlebnis. Durch die Kombination einer produzierenden Werkstatt und eines Museums ist es möglich, 500 Jahre Druckgeschichte hautnah zu erleben. Über 200 funktionierende Maschinen und Pressen vermitteln in einmaliger Atmosphäre die Technik der Radierung, der Lithografie und des Buchdrucks. Auf vier Etagen verteilt werden Handsatz, Maschinensatz und die unterschiedlichen Druckvorgänge gezeigt. Eine ausgesprochene Seltenheit bildet die voll funktionsfähige Schriftgießerei, in der noch Bleibuchstaben entweder von Hand oder maschinell gegossen werden.

Auf lebendige und anschauliche Art werden die Besucher mit der „Schwarzen Kunst“ vertraut gemacht: Sehen, riechen, anfassen lautet das Motto des „tätiges“ Museums, denn hier können die Besucher mit Unterstützung des Fachpersonals selber Texte setzen oder sich beim Rundgang durch die Ausstellung an Tiegelpressen verschiedene Motive drucken. Das Museum für Druckkunst bewahrt neben Druckmaschinen etwa vierzig Tonnen Bleilettern, Matrizen und Stahlstempel unterschiedlicher Schriftarten europäischer und orientalischer Herkunft auf. Zur Sammlung gehört auch eine komplett ausgestattete Handbuchbinderei.

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