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Herr Finkbeiner, Finanzcrash, Umsatzverluste, Kapazitätsabbau, Kurzarbeit, Fusionsgerüchte und gescheiterte Übernahme-Verhandlungen – die vergangenen 24 Monate hatten es in sich. Welche Entscheidungen sind ihnen persönlich am schwersten gefallen?
An erster Stelle stehen die notwendigen Personalanpassungen. Wir kamen nicht darum herum, aber das tut wirklich keiner gern. Auch die Absage der möglichen Übernahme von WIFAG war nicht leicht für mich.
Böse Zungen behaupten, die gescheiterte Übernahme-Verhandlung mit WIFAG sei eine PR-Maßnahme gewesen, die sich am Ende negativ auf das Image des Unternehmens ausgewirkt hat. Was sagen Sie dazu?
Nein, das ist nun wirklich nicht unser Stil. Wir haben sehr ernsthaft mit WIFAG verhandelt und waren auf einem sehr guten Weg, als wir die Verhandlungen leider beenden mussten.
Das Thema Konsolidierung scheint im Gegensatz zu anderen Branchenbereichen keine realistische Lösung für die Anbieter von Druckmaschinen zu sein, oder prüfen Sie gemeinsam mit Allianz Capital Partners weiterhin alternative Übernahme-Optionen, um die Entwicklung manrolands voranzutreiben?
Eine Konsolidierung ist notwendig, und sie wird auch sicher kommen. Wir prüfen immer interessante Optionen, so sich welche bieten.
Wäre es beispielsweise eine Option, starke chinesische „Eltern“ zu bekommen, so wie im aktuellen Übernahmefall von Goss, die nun zu 100 % zu Shanghai Electric gehören?
Wir sind in der glücklichen Lage, bereits starke Eltern mit ACP und MAN zu haben.
und sie wird auch sicher kommen.“
Gerd Finkbeiner, manroland
