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Herr Büntemeyer, immer mehr Menschen nutzen e-books. Auch die Zahl der Anbieter von Lesegeräten steigt, siehe Amazon mit dem Kindle oder Apple mit seinem iPad. Was bedeutet diese Entwicklung für Kolbus?
Kai Büntemeyer: Das e-book wird für uns wahrscheinlich nur geringe Bedeutung haben. Es ist als Luxuskonsumgut eine Kategorie für sich. Für die Verwertung von Text- und Bildrechten ist es völlig ungeeignet. Noch vor kurzer Zeit war es erklärte Strategie von Amazon, dass ein Kindle reines Lesegerät sein müsste, um seinen Zweck zu erfüllen. Das neue Gerät hat aber iPad-Merkmale und markiert damit die Kapitulation des e-book vor Druck- und Papier.
Der Digitaldruck ist im Kommen. Wie wird er das Geschäft von Kolbus verändern? Entwickelt Kolbus spezielle Maschinen für den Digitaldruck?
Büntemeyer: Ganze Maschinen für den Digitaldruck natürlich nicht, Bücher hatten ihre heutige Form schon vor Gutenberg und können auch dem Digitaldruck dienen. Selbstverständlich müssen wir aber unseren Kunden erhebliche Modifikationen anbieten, insbesondere im Bereich der Maschinensteuerung. Das Fotobuch-Geschäft ist bereits eines unserer größten Geschäftsfelder geworden. Man kann sagen, es handelt sich hierbei um Bücher im Selbstverlag des Verbrauchers. Dieses Geschäftsmodell funktioniert und wird über das Fotobuch hinauswachsen.
Auf der Basis unserer Erfahrung sind wir auch in der Lage, effiziente, industrielle Buchfertigung für Digitaldruck zu realisieren. Das werden wir auf der Drupa 2012 präsentieren.
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