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Michael Seidl

Arbeiten Sie schlauer – nicht härter

von Michael Seidl

Hersteller von Druckveredelungsmaschinen sind ständig damit beschäftigt, den stetig wachsenden Möglichkeiten durch neue Druckprozesse gerecht zu werden – die Ergebnisse ihrer Innovationsarbeit werden auf der drupa präsentiert. Eine erhöhte Automatisierung wird sichergestellt. Außerdem werden die Lösungen Umweltstandards einhalten, einzigartige Verkaufsargumente aufweisen und auch für kleine Druckauflagen geeignet sein.

Sobald sich das schwarze Schaf der Branche, der Veredelungssektor, zu einem unerlässlichen Bestandteil zur Abwicklung eines Druckauftrags gewandelt hat, nützt auch ein schneller Tiefdrucker oder die neuste Digitaldruckmaschine nichts, wenn das Finishing nicht gut ist, beim Faltprozess Papier verschwendet wird oder die Produktion durch ein Fotobuch beeinträchtigt wird. Moderne Druckveredelung ist komplex und innovativ und muss sich nicht hinter anderen Branchenentwicklungen verstecken.

Das Vorhaben, Effizienz und Produktivität durch einen einfacheren und intelligenteren Betrieb zu steigern, der sich schneller einrichten lässt und Fehler zu vermeiden hilft, wird einen klaren Trend darstellen und ist unumgänglich für kleinere Druckauflagen und aussichtsreiche Märkte wie das Drucken von Büchern auf Nachfrage.

Natürlich hat sich der vermehrte Gebrauch digitaler Druckmaschinen auf die Nachfrage nach hochwertigen Veredelungslösungen ausgewirkt, so zum Beispiel mit einer Vielzahl an Offline- und integrierten Veredelungssystemen, die auf hohe Volumenanforderungen ausgelegt sind.

Nachhaltigkeit ist auch in der Buchbinderei ein großes Thema, und hier spielt nicht nur Automatisierung eine Rolle, sondern auch die Entwicklung energieeffizienter Lösungen. Hier wären zum Beispiel Betriebssysteme zu nennen, deren Module sich einzeln herunterfahren lassen, um Energie zu sparen, oder Geräte, mit deren Hilfe umweltfreundliche Produkte wie zu 100 % recycelbare, papiergebundene Ringbücher hergestellt werden können.

Es gibt außerdem Hochleistungsmaschinen für den Mehrschichtbetrieb, die nun intuitiver zu bedienen sind, mehr Variantenvielfalt und Einstecksysteme, die vor allem auf die Anforderungen der Zeitungsbranche ausgelegt sind.

Bietet die Veredelung weiteres Innovationspotential? Auf jeden Fall, und der Fokus sollte auf der Entwicklung von Anwendungen für aufkommende Trends liegen. Es besteht außerdem die Hoffnung, dass die drupa die Investitionsbarriere im Hinblick auf digitale Druckmaschinen beseitigen und die negativen Auswirkungen auf den Finishing-Sektor etwas abmildern kann.

 
 

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