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Gareth Ward

Durch digitale Technologien rüstet sich der Verpackungsdruck für eine schnellere Zukunft

von Gareth Ward

Digitaldruck eignet sich perfekt für die flexible Lieferung von Markenerweiterungen, Verpackungswerbung, Event-Packaging und andere moderne Anforderungen des Marketings.

Heidelberg hat dieses Potenzial erkannt und sagt für den digitalen Verpackungsdruck Wachstumszahlen im zweistelligen Bereich voraus. Das Unternehmen ist mit dieser Meinung nicht allein. Alle Hersteller von Druckmaschinen haben die Möglichkeiten erkannt, die sich durch den digitalen Verpackungsdruck ergeben, und die drupa wird ganz klar aufzeigen, welche Position die einzelnen Hersteller einnehmen.

Ihr Ansatz wird durch die Fähigkeiten des Digitaldrucks unterstützt, Produktionsabfall um bis zu 20 Prozent zu senken, die Auswirkungen häufiger Werbemaßnahmen und kürzerer Produktlebenszyklen abzumildern und die Möglichkeiten zur Personalisierung zu maximieren.

Die Strategie von Heidelberg basiert auf der Entwicklung von Maschinen und Drucklinien im Bereich Tintenstrahldruck, bei HP hingegen ist man der Meinung, dass sein Geschäftsbereich für digitalen Verpackungsdruck denselben Marktanteil von 10 Prozent wie der Bereich Etikettendruck erreichen kann.

Um der Nachfrage nach kürzeren Durchlaufzeiten gerecht zu werden, arbeiten Hersteller von Lithopressen an höheren Automatisierungsstufen, damit Kleinauflagen effektiver bearbeitet werden können. Dadurch wird sichergestellt, dass Verpackungsdrucker sowohl 100 Blätter als auch mehrere Paletten aus Wellpappe bedrucken können. Durch Lithographie werden außerdem weiterhin Vorteile im Bereich Inline-Lackierung und Foliendruck geboten, die durch Digitaldruck noch nicht abgedeckt werden.

Schmalbahndrucker, die einst für Etiketten in Betracht gezogen wurden, bedrucken nun auch Wellpappe für leichte und kleinformatige Kartons, teilweise ergänzt durch Tintenstrahldruck für Datierung, Kennzeichnung und ergänzende Werbebotschaften.

Noch vor wenigen Jahren war der Digitaldruck mit Problemen verbunden. Dies ändert sich zwar schnell, aber die Bereitstellung von Komplettlösungen bleibt auch weiterhin problematisch, vor allem bei der Veredelung, die noch einiger Innovationen bedarf.
Auch Entwicklungen wie die ElectroInk-Technologie und kreative Veredelungssysteme kommen gerade rechtzeitig, um die Marktnachfrage zu decken.

Da andere Technologien und Produktionstechniken jedoch eine schnellere Serienfertigung ermöglichen, ist Digitaldruck nicht das alleinige Allheilmittel. Klar ist jedoch, dass alte Maschinen und veraltete Managementmethoden angepasst werden müssen.

 
 

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