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Ed Boogaard

Bewegliche Daten in die richtige Richtung lenken

von Ed Boogard

Vor nunmehr acht Jahren hat der Geschäftsführer von Heidelberg, Bernhard Schreier, die Wandlung der Branche als vom „Drucken mit beweglichen Lettern“ zum „Drucken mit beweglichen Daten“ bezeichnet. Seitdem bewegen sich Daten noch schneller und in noch mehr Richtungen.

Der nun ernannte Vorsitzende der drupa 2012 sagte im letzten Jahr außerdem: „Alles, was online gehen kann, wird auch online gehen“. Besuchern der kommenden Messe wird dies deutlich werden, nicht zuletzt durch eine Vielzahl von Apps, die die Überprüfung von Auftragsstatus, Maschinenberichten und sogar Produktionsanalysen während einzelner Schichten aus der Ferne ermöglichen.

Branchenteilnehmer haben sich, durch die weltweite Rezession zu Neuerungen und zur Verbesserung ihres Angebots ohne Kapitalinvestitionen gezwungen, stärker auf den Einsatz von Software und die Verarbeitung von Daten und Informationen ausgerichtet, um Produktivität, Effizienz und Gewinnspannen zu steigern. Es können außerdem neue Leistungen und Produkte genutzt werden, die das Drucken nicht nur personalisieren, sondern auch die Interaktion mit E-Mail, persönlichen Websites und Mobilfunknachrichten möglich machen.

Durch die Schaffung verzahnter Arbeitsabläufe wird der Produktionsprozess von Anfang bis Ende hochautomatisiert und standardisiert gestaltet und führt zu schnellerem, effizienterem, flexiblerem und effektiverem Druck.
‚Web-to-Print’ eröffnet neue Möglichkeiten, Kostenvoranschläge zu erbitten und zu versenden, Jobinformationen auszutauschen, Dateien hochzuladen oder Aufträge zu prüfen und nachzuverfolgen. Es kann Beziehungen stärken, da Drucker zu Anbietern von Lösungen werden.

Ein wichtiger Trend auf der drupa 2008 waren die Anstrengungen, die alle Unternehmen – aus den Bereichen Druckvorstufe, Drucken und Weiterverarbeitung – in die Entwicklung von IT-Lösungen steckten und die nun eine hohe Leistungskonstanz sicherstellen und hybride Arbeitsabläufe ermöglichen. Workflow-Lösungen haben sich von separaten Systemen, die einen Teil des Produktionsablaufs kontrollieren, zu Systemen entwickelt, die alle geschäftsbezogenen Informationen verwalten und während des gesamten Prozesses Daten bereitstellen. Kunden werden so enger an die Arbeitsabläufe gebunden, wodurch Kosten und Zeitaufwand, die mit Missverständnissen und technischen Fehlern zusammenhängen, gesenkt werden können.

Digitale Arbeitsabläufe übernehmen nicht nur immer mehr Web-to-Print-Lösungen, sondern schlagen auch eine ganz neue Richtung durch die Cloud ein. Je mehr Softwarelösungen in der Cloud verfügbar sind, desto mehr Daten werden den Cyberspace in vielen Richtungen durchlaufen.

Die drupa 2012 ermöglicht es Besuchern, ihre eigene Richtung zum Wachstum zu wählen.

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