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Andrew Tribute
Lithographie & Digitaldruck ergänzen sich perfekt
von Andrew Tribute
Drucker bedienen sich immer häufiger mehr als nur einer Technologie, und oft wird Tiefdruck durch digitalen Bogendruck ergänzt. So kann Tiefdruck kleine Auflagen profitabel bearbeiten und auf neue Märkte wie Business-to-Consumer-Fotobücher, das Drucken variabler Daten, und Dienstleistungen im Bereich Direktversand und Internet vordringen. Im Allgemeinen werden die Technologien unabhängig voneinander verwendet und sie nutzen unterschiedliche Abläufe, wobei die zu verwendende Drucktechnologie zum Zeitpunkt des Kostenvoranschlags festgelegt wird. Auf der drupa 2012 wird der Trend dahin gehen, den herkömmlichen Arbeitsablauf und die Drucktechnologie unmittelbar vor der Produktion festzulegen.
Um hochwertige Leistungen anbieten zu können, ist es wichtig, dass das Ergebnis mit beiden Technologien gleich ausfällt, sowohl hinsichtlich der Bildqualität als auch bezüglich der Farbkompatibilität. Arbeitsabläufe werden außerdem mit Cloud-basierter Web-to-Print-Technologie verknüpft, um Online-Bestellungen und -kommunikation zu ermöglichen.
Während Anbieter digitaler Lösungen dem Vierfarb-Tiefdruck bezüglich Qualität und Farbwiedergabe in nichts nachstehen und es möglich machen, umfassendere und profitablere Leistungen anzubieten, haben Entwickler im Bereich Tiefdrucktechnologien weiter an der Effizienz bei Kleinauflagen gearbeitet. Um eine größere Bandbreite abdecken zu können, investieren einige Branchenteilnehmer in Tiefdruckmaschinen – oft DI – da sie fast genauso wie digitale Druckmaschinen verwendet werden können. Die Entwicklung im Bereich digitaler Bogendruck bestand hauptsächlich aus Hochleistungsdruckern mit mittlerem Volumen, leichter Produktion und zusätzlichen Funktionen.
Anbieter von Drucklösungen müssen vor allem eine Vielzahl integrierter Leistungen und Produkte anbieten, die sich durch verbesserte Abläufe und ihre Zugänglichkeit für einen größeren Kundenstamm auszeichnen. Web-to Print-Software und integrierte Arbeitsabläufe können die Effizienz erhöhen und die Märkte weiten. Besonders spezialisiert ist Software zur Optimierung der Vorbereitung und der zeitlichen Planung der Druckaufträge.
Ein weiterer Trend liegt in der digitalen Markteroberung durch Anbieter von Tiefdruckmaschinen, und es stellt sich die Frage, wie die Zukunft des Tiefdrucks aussehen wird. Er wird weiterhin das bestimmende Element bleiben, aber ohne Digitaldruck und automatisierte, internetbasierte Arbeitsabläufe werden Kunden den Anbietern von Tiefdrucklösungen langsam den Rücken kehren.
Die Messe wird eine „Digitale drupa” sein und auf die Wandelung der Branche hin zu einer Multimedia-Kommunikationsindustrie aufbauen, deren Zugpferde neue digitale Arbeitsabläufe und Drucktechnologien sind.
