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Catherine Carter

Nachhaltigkeit gibt grünes Licht für Erfolg

von Catherine Carter

Eine umweltfreundliche Herangehensweise an das Drucken trägt nicht nur zur Verringerung der Auswirkungen der energieintensiven Branche bei, sondern ist, wie die drupa 2012 zeigen wird, auch ein unerlässliches Geschäftsinstrument.

Die Schritte reichen vom einfachen In-House-Recycling von Papier bis hin zur komplexen Anbringung von Sonnenkollektoren oder sogar der Zulassung nach der Umweltmanagement- und Umweltbetriebsprüfung (EMAS).

Nach einem Bericht von Trucost verursachen die weltweit größten Unternehmen einen Umweltschaden in Höhe von 2,2 Billionen US-Dollar, wobei Treibhausgasemissionen mit an vorderer Stelle stehen. Gesetzgebung, Endkunden und die Wirtschaft sind neben engagierten Unternehmensbesitzern die Schlüsselkräfte der Bewegung, aber viele Unternehmen beziehen für einen strukturierteren Ansatz auch Zertifizierungen wie ISO14001 in ihre Überlegungen ein. Kundenanforderungen im Nahen Osten und die strafrechtliche Gesetzgebung Italiens veranlassen Unternehmen dazu, sich für Umweltzertifizierungen anzumelden.

Den nächstgrößten Einfluss haben die Endbenutzer, vor allem durch eine neue Einkaufspolitik und ein verändertes Management. In Australien hingegen haben Kostensenkungsmaßnahmen dazu geführt, dass die Druckbranche ihre Auswirkungen auf die Umwelt in den vergangenen 20 Jahren um 97 % senken konnte.

Eine Zertifizierung nach FSC und PEFC sowie die gestiegene Nachfrage nach recyceltem und klimaschonendem Papier führen zu einer Wahl, die sich positiv auf den Umwelteinfluss auswirkt. Unternehmen können die Produktionsauswirkungen außerdem abschwächen, indem sie Projekte durch Vermeidungsmaßnahmen fördern. Momentan gibt es bezüglich des Kohlendioxidausstoßes noch keinen internationalen Standard für Druckmaschinen, aber die kommende ISO 16759-Zertifizierung wird dies ändern.

Im Rahmen des täglichen Lithografischen Drucks können Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit ergriffen werden, darunter beispielsweise die Nutzung einer emissionssenkenden und energieeffizienteren Druckmaschine oder die Beseitigung von Chemikalien. Der Digitaldruck ermöglicht die Bearbeitung personalisierter und kleiner Auflagen und stellt so sicher, dass nur das produziert wird, was auch benötigt wird. Durch die Entwicklung neuer Software kann die (zeitliche) Arbeitsplanung verbessert und optimiert werden, und Softproof-Lösungen führen zu einem sinkenden Zeitaufwand und geringeren Transportkosten. Daneben wird an weniger schädlicher Tinte und verbesserter Deinkbarkeit gearbeitet.

Die Kosten von Abfall können bis zu 4 % des Umsatzes eines Unternehmens ausmachen. Es ist daher wichtig, Schritte bezüglich Reduktion, Wiederverwendbarkeit und Recycling einzuschlagen. Nachhaltigkeit steht überall ganz oben auf der Agenda, und die Branche verfügt damit nach großen Anstrengungen über eine starke und positive Botschaft.

 
 

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