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Reise in die Vergangenheit
Reise in die Vergangenheit

Besucher, die das rasante Tempo der in den Düsseldorfer Messehallen ausgestellten modernen Maschinen und Technologien schwindlig macht, können in Halle 6 eine Zeitreise in die Vergangenheit unternehmen. Dort führt das Museum für Druckkunst Leipzig alte Druckmaschinen vor.
An dem 320 Quadratmeter großen Stand (Halle 06, C30) zeigt das Museum einen Querschnitt aus seiner reichen Sammlung an historischen und liebevoll restaurierten Druckmaschinen. Darunter befindet sich auch eine Buchdruckmaschine von Koenig & Bauer aus dem Jahre 1894.
Die Museumsleiterin Susanne Richet sagte dem drupa report‧ ‧daily, dass die Maschine „völlig zugestaubt in einer Ecke geschlummert hätte, bevor KBA entschieden habe, sie wieder zum ‧Leben zu erwecken“. „Netterweise hat Claus Bolza-Schünemann die Maschine rechtzeitig restauriert, damit wir sie auf der drupa präsentieren können. KBA hat eine Werkstatt, in der Jugendliche mehrere Monate lang an der Restauration der Maschine gearbeitet haben“, sagte Richet. Eine weitere Attraktion ist eine voll funktionstüchtige Linotype-Maschine, die Mitte der 1950er Jahre hergestellt wurde.
Hans-Dieter Evertz, lange Jahre Operator und Verkäufer bei Linotype, erklärt den Messebesuchern mit großer Begeisterung den Bleisatz. Die Besucher können sich sogar selbst als Drucker versuchen. Wer nicht selber Hand anlegen will, kann im Buchdruck erstellte Werke mit Entwürfen von der Büttenpapierfabrik Gmund kaufen, die auch das Papier lieferte.
Richet erklärte, dass die Stadt Leipzig, in der das Museum beheimatet ist, eine lange Drucktradi‧tion habe. „Bis zum Zweiten Weltkrieg war Leipzig berühmt für ‧seine Druck- und Buchkunst in Deutschland.“ Im Jahr 1994 wurde das Museum als Privatsammlung eines Sammlers alter Druckmaschinen gegründet. Seit 2000 ist es eine private Stiftung.
