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Gemeinsam stark

Die starken Veränderungen in der Branche erfordern neue Denkweisen und die Bereitschaft zur Kooperation. Immer mehr Unternehmen öffnen sich für eine enge und vertraute Zusammenarbeit mit Partnern. Wie erfolgreich dies ist, zeigen diese Beispiele erfolgreicher Querdenker.
Von Andrea Köhn

Kooperationen in der Druckindustrie sind so alt wie die schwarze Kunst. Seit Gutenbergs Zeiten arbeiten Druckereien alle Tage mehr oder weniger eng mit Geschäftspartnern zusammen, etwa mit Papiermühlen, Verlegern, Buchbindern oder Kollegenbetrieben. Zudem war man in den guten Jahren vielleicht noch in einem Berufsverband organisiert, aber im Großen und Ganzen blieb man doch immer sein eigener Herr. Das war einmal. Heute sind viele Betriebe nicht mehr in der Lage eine wirtschaftliche Produktion aufrecht zu erhalten, geschweige denn ihr Portfolio zu erweitern. Sie müssen – wenn sie ihre Unternehmen erhalten wollen – die Art, wie sie denken und arbeiten, grundlegend verändern. Dazu zählt die stärkere Öffnung für Kooperationen, einem sehr viel versprechendem Weg zur Schaffung neuer Synergien.

Rund die Hälfte aller Druckereien in Deutschland kooperieren laut einer aktuellen Online-Umfrage des Verbandes Druck und Medien Bayern (VDMB) bereits in irgendeiner Form. Das Spektrum reicht von lockeren Partnerschaften, über Netzwerke mit gemeinsamen Einkaufs- und Vertriebspools bis hin zur strategischen Allianzen, Ausgliederungen von Teilbereichen in gemeinsamen Tochtergesellschaften oder der Fusion. Die Liste der Beweggründe wird vom Wunsch nach besserer Auslastung (30 Prozent) angeführt, gefolgt von den Themen Erweiterung des Angebotsportfolios (24 Prozent), Kosten senken (17 Prozent), Vertrieb effizienter gestalten (15 Prozent) und Einkaufskonditionen verbessern (14 Prozent).