Interview: Frans Johansson, CEO „The Medici Group“ -- drupa - 23. Juni - 03. Juli 2020 - Messe Düsseldorf

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Interview: Frans Johansson, CEO „The Medici Group“

Interview: Frans Johansson, CEO „The Medici Group“

1. Kaum war Ihr Buch „The Medici Effect“ 2004 veröffentlicht, war es auch schon ein Bestseller. Welche Kernaussage hat es?
Die Kernaussage von „The Medici Effect“ ist: Die besten Chancen für bahnbrechende Innovationen findet man, wenn man an den Schnittstellen zu völlig anderen Branchen, Disziplinen, Kulturen oder Ausbildungen sucht oder - anders gesagt - wenn wir uns die Vielfalt in Denkansätzen, Sichtweisen, Erfahrungen, Fachwissen zunutze machen, um Innovationen zu befeuern. Das Prinzip heißt Medici Effekt in Anlehnung an die Medicis in Florenz, die mit ihrer Förderung von Kunst, Architektur, Wissenschaft und Philosophie ein neues Zeitalter der Kreativität, Entdeckungen und Innovationen in Europa einläuteten: die Renaissance.

2. Können Sie sich vorstellen, warum diese Botschaft vor allem in der angloamerikanischen Welt so viel Zuspruch erfährt?
Ich weiß nicht, ob die Aussage in der angloamerikanischen Welt beliebter ist oder das nur so scheint, weil das Buch dort wahrscheinlich leichter verfügbar und zu lesen ist. Die stärksten Reaktionen kamen übrigens von Menschen in China, Indien, Italien und der Türkei. Was die Leser mir dazu gesagt haben, fasst es eigentlich optimal zusammen: Die Leute sind echt fasziniert von der Vorstellung, völlig gegensätzliche Ideen miteinander zu verbinden, um daraus etwas spannendes Neues entstehen zu lassen. Der Medici Effekt erlaubt Ihnen, sich selbst auch mit all ihren Hobbies, Interessen, Erfahrungen und nicht nur mit ihrer akademischen, beruflichen Laufbahn einzubringen. Eine neue Vereinbarkeit von Privatem und Beruf also in dieser Welt, in der unser Selbstverständnis zunehmend von unserem Beruf bestimmt wird.

3. Die Druckbranche steht vor grundlegenden Veränderungen. Warum ist Querdenken so wichtig für den Druck?
Querdenken heißt Selbstverständliches der eigenen Branche in Frage zu stellen, Anregungen in unerwarteten, ja unlogischen Assoziationen zu finden und sich bei Branchenfremden Rat für die dringendsten Herausforderungen zu suchen. Jede Branche hat ihre Regeln und folgt der vertrauten Praxis. Aber wenn sie sie nicht selbst in Frage stellt, dann tut es jemand anders. Denken Sie einfach mal an die Fernsehbranche, die Autobauermetropole Detroit oder Fluggesellschaften. Die sahen sich plötzlich im Wettbewerb mit solchen Anbietern wie Netflix, Tesla oder Virgin Airlines.

4. Warum sollten die Besucher bzw. Aussteller der drupa den drupa cube besuchen?
Weil Sie, die drupa, im drupa cube eine unglaubliche Riege an Rednern und Themen aufbieten. Und vor allem, weil Sie einige der wichtigsten Veränderungen im Druck beleuchten. Jeder, der mehr Einblick in die Trends und Entwicklungen der Branche haben will, sollte beim drupa cube vorbeischauen.


5. Das Programm im drupa cube umfasst rund 60 Vorträge und Keynote-Referate zu unterschiedlichsten Themen. Würden Sie etwas besonders empfehlen?
Gute Frage – die 10 Tage sind randvoll mit Informationen. Ich würde natürlich die Sessions „Innovation@the Intersection” mit meinem Kollegen Ryan Van Echo empfehlen. Sie sind interaktiv gestaltet und zeigen, wie Schnittstellen neue Ideen und neues Denken entstehen kann. Daneben finde ich auch die Sessions „Choose Sustainability” und „Talent is The Key to Success” faszinierend. Nachhaltigkeit ist eine globale Herausforderung für so viele Industrien und so verhält es sich auch mit Talenten – sie sind so entscheidend für die Innovationskraft einer Organisation.

6. Johannes Gutenberg und Lorenzo de Medici lebten beide im 15. Jahrhundert. Sehen Sie Parallelen zwischen diesen beiden Influencern und großen Persönlichkeiten, die so wichtig für die Entwicklung der menschlichen Kultur waren?
Es gibt definitiv Parallelen zwischen diesen beiden Meinungsmachern. Und wenn es nur der Einfluss war, den die beiden auf Bücher, Didaktik und die Verbreitung von Ideen war: Johannes Gutenberg mit seiner Druckmaschine und Lorenzo de Medici durch seine Ergänzungen der Familien-Bibliothek „Laurenziana“. Ich finde auch interessant, dass Gutenberg’s Druckerpresse zur Verbreitung geistlicher Texte benutzt wurde, und damit die Reformation gefördert hat, während Lorenzo’s Förderung der humanistischen Lehre eigentlich auch den vorherrschenden Glauben in Frage stellte.

7. Auf was freuen Sie sich persönlich ganz besonders bei der kommenden drupa?
Es ist schon eine Weile her, dass ich in Düsseldorf war, aber ich freue mich jetzt schon auf den fantastischen Düsseldorfer Senfrostbraten!


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