Junge Sprachwissenschaftlerin mit drupa-Preis 2016 geehrt -- drupa - 23. Juni - 03. Juli 2020 - Messe Düsseldorf

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Junge Sprachwissenschaftlerin mit drupa-Preis 2016 geehrt

Junge Sprachwissenschaftlerin mit drupa-Preis 2016 geehrt

Dr. Zsófia Gyarmathy trägt zum besseren Verständnis der englischen Grammatik bei

Dr. Zsófia Gyarmathy wird für ihre Dissertation über eine wissenschaftlich bislang nicht hinreichend geklärte grammatikalische Sonderform der englischen Sprache mit dem drupa-Preis 2016 ausgezeichnet. Die drupa zeichnete die 32-jährige gebürtige Ungarin für ihre Dissertation „Achievements, durativity and scales“ aus. Den mit 6.000 Euro dotierten Preis überreichten Claus Bolza-Schünemann (Vorsitzender des Vorstands Koenig & Bauer AG und Vorsitzender des drupa-Komitees), Werner M. Dornscheidt (Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf) und Prof. Dr. Anja Steinbeck (Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) im Rahmen einer Festveranstaltung am 9. Juni im Düsseldorfer Congress Center Ost während der drupa 2016.

In seiner Laudatio würdigte Claus Bolza-Schünemann die von einer Fachjury für außergewöhnlich erachte Leistung der Preisträgerin. Neben einer insgesamt überaus beeindruckenden Arbeit sei es Dr. Zsófia Gyarmathy gelungen, die Bedeutung von „Achievements“ sowohl für die Semantik wie auch für die Philosophie und Mathematik, aber auch für die Entwicklung künstliche Intelligenz deutlich zu machen. Ein innovativer Ansatz zur Lösung des wissenschaftlich viel diskutierten und bislang nicht hinreichend gelösten Problems fand die Wissenschaftler darin, manche Achievements einer Zeitlupenbetrachtung zu unterwerfen. Auf diese Weise lässt sich auch ein punktueller Sachverhalt als Verlaufsform darstellen. Auf Grundlage dieser Theorie hat die Preisträgerin ein mathematisches Rechenmodell entwickelt, mit denen sich Achievements formallogisch sinnhaft erfassen und verarbeiten lassen. Mit ihrer Arbeit habe Dr. Zsófia Gyarmathy mehr Klarheit in die englische Sprache gebracht und ein Stück weit den Weg in die technologische Zukunft von Print 4.0 geebnet. Angesichts der zunehmenden Digitalisierung ist eine verbesserte Kommunikation zwischen Menschen und Maschinen das bestimmende Thema. „Wir wissen oder ahnen, dass der Weg noch weit ist“, sagt Claus Bolza-Schünemann. „Allerdings beginnt jede Reise immer mit dem ersten Schritt. Frau Dr. Gyarmathy hat mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag dazu geleistet.“

Worum geht es in der Dissertation nun genau? Jede Sprache hat Eigenheiten, die der Wissenschaft Rätsel aufgeben. Um etwa im Englischen über Vorgänge zu sprechen, die sich im Moment des Sprechens abspielen, bedient man sich der Progressiv- bzw. Verlaufsform, gebildet durch das Anhängen der Silbe -ing an das Verb. „Mary is eating a piece of cake“ – „Mary isst gerade ein Stück Kuchen“ wäre für diese grammatikalische Form ein präsentables Beispiel. Der Zeitpunkt der Äußerung liegt inmitten eines zeitlich ausgedehnten Vorgangs, im vorliegenden Beispiel des Essens.

Nun ist es aber möglich, die Progressivform auch auf Prädikate anzuwenden, die einen unmittelbaren Zustandswechsel beschreiben, wie er in dem Satz „Tom is arriving“ – „Tom kommt gerade an“ zum Ausdruck gebracht wird. Heißt: Gerade ist Tom noch in der Bahn, aber bald ist er auch daheim. Einen derartigen Zustandswechsel beschreiben Achievements, auch Prädikate genannt, die als Prädikate punktueller beziehungsweise nicht-durativer Ereignisse angesehen werden. Achievements beschreiben also keinen Verlauf! Aber warum stehen sie dann im Progressiv? Unter anderem mit dieser Frage hat sich Dr. Zsófia Gyarmathy in ihrer 2015 beendeten und mit summa cum laude bewerteten Dissertation beschäftigt und Lösungsansätze erarbeitet.

Zur Preisträgerin
Dr. Zsófia Gyarmathy wurde in Ungarn geboren. An der Universität in Budapest schloss sie das Masterstudium der Anglistik mit theoretischer Linguistik als Studienschwerpunkt und Zweitfach erfolgreich ab. 2014 wechselte die Sprachwissenschaftlerin an die philosophische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, wo sie ihre Dissertation unter dem Thema „Achievements, durativity and scales“ im vergangenen Jahr mit Auszeichnung beendete. Dr. Zsófia Gyarmathy unterrichtet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der philosophischen Fakultät die Fächer formale Semantik und formale Logik, ferner hat sie in den Bereichen Phonologie und Computerlinguistik gearbeitet.


Zum drupa-Preis
Mit dem drupa-Preis zeichnet die Messe Düsseldorf jedes Jahr die beste Doktorarbeit der Philosophischen Fakultät an der HHU aus. Bereits seit 1978 würdigt sie herausragende geisteswissenschaftliche Arbeiten der Düsseldorfer Universität und fördert mit dem Preisgeld von 6.000 Euro die Publikation und Verbreitung der Dissertation. Über die Vergabe des drupa-Preises entscheidet jedes Jahr ein Fachgremium, bestehend aus dem Rektor und Prorektor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, dem Vorsitzenden des drupa-Komitees und dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf.


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Monika Kissing/Anne Schröer (Assistenz)
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