Drop on Demand (DOD) - Die Inkjet-Technologie der Zukunft? -- drupa - 28. Mai - 7. Juni 2024 - Messe Düsseldorf
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Drop on Demand (DOD) - Die Inkjet-Technologie der Zukunft?


















Es wird erwartet, dass der Drop-on-Demand-Druck im Jahr 2021 der am schnellsten wachsende Inkjet-Sektor sein wird! Die Vorteile dieses Verfahrens reichen von Flexibilität und Funktionalität bis hin zu geringeren Stillstandszeiten und Massenpersonalisierung. Es ist also an der Zeit, dass wir uns diese aufstrebende Inkjet-Technologie einmal genauer ansehen.

Was ist die "Drop on Demand" -Technologie?

Zunächst einmal: Was bedeutet "Drop on Demand" eigentlich? Sie sind wahrscheinlich bereits mit dem Begriff "on demand" aus Online-Videotheken oder anderen Online-Servicefunktionen vertraut. Es bedeutet, dass Sie nur für das bezahlen, was Sie tatsächlich nutzen. Die Drop on Demand-Technologie funktioniert jedoch ähnlich und basiert auf dem Inkjet-Prinzip, das wiederum in thermischen und Piezo-Inkjet unterteilt ist. Das Konzept dahinter gibt dieser Technologie ihren Namen: Tinte wird nur durch den Druckkopf geführt, wenn ein Druckpunkt tatsächlich gesetzt werden soll, mit anderen Worten, auf Abruf. Bei der Continuous Inkjet (CIJ) hingegen wird der Inkjet kontinuierlich erzeugt, unabhängig davon, ob eine Markierung stattfinden soll oder nicht. Aber zurück zum Drop-on-Demand-Prinzip, das auch beim thermischen und Piezo-Inkjet-Druck angewendet wird: Vor der Düse befindet sich eine Kammer, die mit Tinte gefüllt ist.

Durch Reduzierung des Volumens dieser Kammer wird die Tinte durch die Düse ausgestoßen. Dieses Prinzip ist sowohl beim thermischen als auch beim Piezo-Inkjet-Druck dasselbe. Der Unterschied liegt nur in der Technik, die zur Volumenreduzierung verwendet wird. Beim thermischen Inkjet führt die Flüssigkeit in der Tinte zur explosiven Bildung einer Dampfblase, die wiederum die Tinte durch die Düse drückt. Piezo-Drucker drücken die Tinte stattdessen mit Hilfe eines Piezo-Elements durch die Düse.

Pigmenttinte vs. Farbstofftinte

Druck-Neulinge werden denken, dass Inkjet-Drucker hauptsächlich in kleinen oder Heimbüros verwendet werden, aber die Anwendungsbereiche sind tatsächlich sehr vielfältig. Beispielsweise wird es auch für industrielle Zwecke zum Bedrucken von Karton, Kunststoffen oder Verpackungen eingesetzt.

Wie bereits erklärt, setzen DOD-Drucker auf individuelle Tintentropfen, die auf Abruf erzeugt werden, was die Technologie deutlich günstiger macht - nur das produziert, was benötigt wird.

Aber bevor wir uns die Vorteile des Drop-on-Demand-Drucks genauer ansehen, werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Tinten, die in diesem Verfahren verwendet werden können: Pigmenttinte und Farbstofftinte. Bei ersterer sind Pigmente in einer Flüssigkeit suspendiert, was der Tinte ihre Farbe verleiht. Pigmenttinte ist besonders langlebig und erzielt kräftigere Farbergebnisse, die wasserbeständiger sind.

Ausblicke für die Zukunft

Drucker mit Drop-on-Demand-Tintenstrahltechnologie bieten viele Vorteile wie Flexibilität und Funktionalität. Darüber hinaus können DOD-Druckköpfe Verläufe und Graustufen-Effekte bei effektiven Auflösungen von 1200 dpi und höher erzeugen. Wenn schnell aushärtende UV-LED-basierte Tinten verwendet werden, können Drop-on-Demand-Tintenstrahldrucker Durchsatzraten zu sehr geringen Kosten erreichen.

Wie die Studie von Grand View Research in Ink World Magazine zeigt, wird erwartet, dass das industrielle Endverbrauchersegment um bis zu 6,9 % wachsen wird, was auf die höhere Betriebsgeschwindigkeit von industriellen Tintenstrahldruckern zurückzuführen ist. Damit wird die Kennzeichnung von Produkten mit hoher Geschwindigkeit ermöglicht. Darüber hinaus können Hersteller ihre Produkte in verschiedenen Formen und Größen gestalten, da die Düse in einem erheblichen Abstand zum Produkt positioniert werden kann. Insbesondere für die Verpackungsindustrie bieten große Inkjet-Drucker mit Drop-on-Demand-Technologie viele Möglichkeiten, hochwertige Etiketten und Verpackungen zu drucken. Diese Drucker verursachen nicht nur geringe Druckkosten, sondern sind auch flexibel und haben eine schnelle Durchlaufzeit.

Wie Kao Collins in ihrem Article für Ink World zusammenfasst:
"Es besteht wenig Zweifel am zukünftigen Wachstum und der Akzeptanz des industriellen Tintenstrahldrucks in verschiedenen Märkten."

Das Umweltbewusstsein steigt zum Beispiel und Unternehmen werden ermutigt, ihren Abfall zu minimieren und gleichzeitig ihre Effizienz zu maximieren. Drop-on-Demand eröffnet in diesem Bereich viele Möglichkeiten und wird daher eine wichtige Technologie in der Zukunft des Drucks sein.

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