Personalisierung und Individualisierung sind für unsere Marketingmaßnahmen schon lange essenziell. Der Grad der Personalisierung wird immer stärker. Druckmedien können auf diesem Feld schon lange mit den digitalen Maßnahmen mithalten und nutzen Customized Marketing für ihre Zwecke. Werbebroschüren, maßgeschneiderte Bücher oder – alt bewährt – personalisierte Visitenkarten. Während dieses Maß an Anpassung zweifellos viele Vorteile mit sich bringt, ist es unerlässlich, die damit verbundenen Herausforderungen im Umgang mit sensiblen Daten zu verstehen und Praktiken zu implementieren, welche die Sicherheit unserer Daten garantieren.
Um das Thema genau zu verstehen, ist die Unterscheidung zwischen Datenschutz und Datensicherheit wichtig. Datenschutz beschreibt die Selbstbestimmung über die persönlichen Informationen. Die Maßnahmen sollen jeden Einzelnen vor einem Missbrauch schützen. Unternehmen, die persönliche Daten verwalten und verarbeiten, haben die Pflicht, diese für unberechtigte Dritte unzugänglich zu machen. Dies beschreibt das Recht auf Datensicherheit aller Daten. Auch wenn diese nicht personenbezogen sind.
Um den Datenschutz zu gewährleisten, ist die Einhaltung geltender Datenschutzbestimmungen wie der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) von entscheidender Bedeutung. Sensible Daten erfordern einen besonders hohen Schutz, um rechtlichen Konsequenzen vorzubeugen. Die im Jahr 2018 eingeführte Verordnung hat die Medien umgekrempelt. Heute ist sie nicht immer präsent in allen Köpfen. Deswegen rufen wir sie nun wieder ins Gedächtnis.
Nach 5 Jahren DSGVO gibt es ganze Anwaltskanzleien und auch schon KIs, die sich auf die Verordnung spezialisiert haben und uns beratend zur Seite stehen.
Das sollten wir vor allem nutzen, wenn wir neue Technologien in unsere tägliche Arbeit implementieren. 2023 gab es große Diskussionen rund um die Themen Künstliche Intelligenz und Datensicherheit. Bis jetzt ist nicht abschließend geklärt, welche KI wir rechtssicher in der Personalisierung von Printmedien verwenden dürfen.
Um die Informationssicherheit zu gewährleisten, gibt es beispielsweise die Möglichkeit sich nach einem internationalen Standard zu zertifizieren. Die Zertifizierung nach ISO 27001 prüft Ihr Unternehmen. Im Nebeneffekt werden dabei Mitarbeiter für die Empfindlichkeit von Daten sensibilisiert.
Die Sensibilität von Daten macht sie zu einem attraktiven Ziel für Hacker. Daher ist es wichtig, robuste Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren, die den unbefugten Zugriff auf diese Daten verhindern. Je sensibler die Daten sind, desto mehr Sorgfalt ist notwendig.
Auf dem Markt gibt es mittlerweile einige Anbieter, die sich auf die Prävention ausgerichtet haben. Sie prüfen neben Zertifizierungen Ihre IT-Strukturen und erkennen so potenzielle Sicherheitslücken, damit diese geschlossen werden. Ein Beispiel ist die Firma sure [secure] aus Düsseldorf. Sie bieten einen Datenleck-Check an und definieren mit Ihnen gemeinsam Maßnahmen zur Schließung der Lücke. Danach überwacht sie Ihre IT-Struktur kontinuierlich.
Ein Fehler im Datenpool oder ein Datenverlust während des Druckprozesses kann zu fehlerhaften oder unvollständigen Druckerzeugnissen führen. Daher ist die Sicherstellung der Datenintegrität entscheidend, um die Qualität der gedruckten Materialien zu gewährleisten.
Datenintegrität dreht sich um die Richtigkeit, Vollständigkeit und Konsistenz von Daten sowie um ihre Sicherheit im Rahmen gesetzlicher Bestimmungen wie Datenschutz, CCPA und DSGVO. Um Datenintegrität zu gewährleisten, implementiert man in der Designphase verschiedene Prozesse, Regeln und Standards. Einmal gewährleistet, bleiben die in einer Datenbank gespeicherten Informationen langfristig korrekt, vollständig und vertrauenswürdig, egal wie oft darauf zugegriffen wird. Datenintegrität dient zusätzlich dem Schutz vor externen Einflüssen.
Es gibt zwei Haupttypen der Datenintegrität: physikalische und logische Integrität. Beide setzen unterschiedliche Prozesse und Methoden ein, um in hierarchischen und relationalen Datenbanken die Datenintegrität sicherzustellen.
Die physische Integrität bezieht sich auf die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten während der Speicherung und Nutzung. Naturkatastrophen, Stromausfälle oder Hackerangriffe können die physische Integrität beeinträchtigen. Benutzerfehler, Speicherverluste und ähnliche Probleme können ebenfalls dazu führen, dass Personen, die auf die Daten zugreifen müssen, nicht die richtigen Informationen erhalten.
Die logische Integrität sorgt dafür, dass Daten während ihrer Nutzung in einer relationalen Datenbank unverändert bleiben. Sie schützt vor Hackern und Anwenderfehlern auf eine andere Weise als die physikalische Integrität. Innerhalb der logischen Integrität gibt es vier Haupttypen:
Transparenz im Umgang mit sensiblen Daten ist von entscheidender Bedeutung. Kunden sollten darüber informiert werden, wie ihre Daten verwendet und geschützt werden, um Vertrauen aufzubauen und die Akzeptanz der Individualisierung zu fördern.
Die Umsetzung dieser Maßnahmen erfordert eine integrierte und proaktive Sicherheitsstrategie. Unternehmen sollten sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter gut geschult sind, ihre Systeme auf dem neuesten Stand der Sicherheitstechnologie sind und dass regelmäßige Überprüfungen durchgeführt werden, um einen Schutz vor potenziellen Sicherheitsrisiken zu gewährleisten.