Auch wenn die drupa 2024 die weltweit größte Messe für die neuesten Innovationen in der Drucktechnologie ist, hat sie schon immer einen besonderen Platz für die Pflege und Präsentation der Drucktradition reserviert. In diesem Jahr war es die Halle 14, in der sich die Mainzer Gutenberg-Stiftung zusammen mit dem Gutenberg-Museum und der Gutenberg-Gesellschaft unter dem Motto „Where printing started“ auf einem eindrucksvollen Gemeinschaftsstand präsentierte.
Zvjezdana Cordier, Geschäftsführerin der Mainzer Gutenberg Stiftung, betonte bereits im Vorfeld der Messe die historische Bedeutung der Mainzer Druckkunst und die lange Tradition der Stiftung auf der drupa. Während der elf Messetage brachte die Mainzer Delegation den Besuchern mit einem abwechslungsreichen Programm die Anfänge der Druckkunst näher. Besondere Höhepunkte waren die Live-Vorführungen an einem Nachbau der Gutenberg-Druckmaschine und die Ausstellung reich illustrierter Bibelseiten.
„Wir haben unseren Ruf als Messemaskottchen erfolgreich verteidigt“, zog Cordier nach elf intensiven Messetagen Bilanz. Der Gemeinschaftsstand zog rund 2.400 aktive Besucher an. Hinzu kam das Laufpublikum, so dass sie die Gesamtzahl der Besucher auf rund 8.000 schätzt.
Besonders gut kamen die täglich bis zu 25 Druckvorführungen an, bei denen die Besucher die erste Seite des Johannesevangeliums aus der Gutenberg-Bibel selbst nachdrucken konnten. Auch die Kunst der Buchmalerei stieß auf großes Interesse. Die neu gestaltete Ausstellung zu den Grundlagen der Gutenbergschen Erfindungen zog vor allem asiatische und amerikanische Gäste an, die sich intensiv mit den traditionellen Techniken des Letterngießens, Setzens und Druckens auseinandersetzten.
Ein weiteres Highlight war der Gutenberg-Shop, in dem unter anderem Miniaturbücher, Bibelseiten und Gutenberg-Büsten angeboten wurden. Diese Souvenirs wurden sehr gut angenommen, was sich auch in den Verkaufszahlen widerspiegelte. Insbesondere die Gutenberg-Büsten waren ein Verkaufsschlager. Der Erlös von mehreren tausend Euro kommt nun dem Gutenberg-Museum zugute.
Für die Mainzer Gutenberg Stiftung war die Teilnahme an der drupa 2024 nicht nur ein kultureller, sondern auch ein finanzieller Erfolg. „Die Messe hat gezeigt, dass das Interesse an den Wurzeln der Druckkunst ungebrochen ist. Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft die Bedeutung Gutenbergs und seiner Erfindungen zu vermitteln“, so Cordier. Einige Besucher und Aussteller hätten sogar einen spontanen Abstecher nach Mainz ins Gutenberg-Museum unternommen.
Mit ihrem Engagement auf der drupa 2024 hat die Mainzer Gutenberg-Stiftung einmal mehr bewiesen, dass die Faszination für die Anfänge der Druckkunst lebendig ist und bleibt – auch inmitten modernster Druckmaschinen.