Mobiles Museum auf der drupa 2024 – Museum für Druckkunst Leipzig -- drupa - 2028 - Messe Düsseldorf Zum Hauptinhalt springen

Mobiles Museum auf der drupa 2024 – Museum für Druckkunst Leipzig


















Besucher der Weltleitmesse drupa erleben in diesem Jahr die Geschichte des Drucks hautnah: Das Museum für Druckkunst Leipzig zeigt in Halle 14 unter anderem eine alte Buchdruckmaschine, wie sie zur Zeit Gutenbergs im Einsatz war. Ein Mitarbeiter des Museums führt die historische Maschine live vor.

Seit der Gründung 1994 erhält und vermittelt das Museum für Druckkunst in Leipzig historische Drucktechnik. Auf vier Etagen entdecken Besucher dort über 550 Jahre Druckkultur und erleben die altehrwürdigen Apparate in Aktion. Mit rund 90 funktionsfähigen Maschinen wird die Geschichte des Drucks so lebendig und greifbar.

Die Kombination aus produzierender Werkstatt und Ausstellung machen das Museum für Druckkunst einzigartig. Hier fristen die Maschinen und Pressen nicht nur ein stilles Leben als historische Artefakte, sondern sie lassen die alten Arbeitsmethoden in praktischer Form wieder aufleben. Ideale Bedingungen für Kurse und Workshops rund um das Drucken! Hier entwerfen und fertigen Besucher eigene Druckerzeugnisse. Und genau das können die Besucher der drupa jetzt auch in Düsseldorf am Stand des Museums.

Die Innovationen von gestern und heute – direkt nebeneinander

Das Museum bewahrt und pflegt die künstlerischen Drucktechniken des Hoch-, Tief- und Flachdrucks, die im bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission gelistet sind. Diese Anerkennung wurde 2018 maßgeblich durch das Museum initiiert. 

Wie sich die Innovationen wandeln, sieht man dieses Jahr auch auf der drupa. Neben der bekannten Drucktechnik, die der Goldschmied Johannes Gutenberg um 1450 erfunden wurde, kann man ein noch älteres Modell bestaunen. Eine japanische Druckmaschine mit einer Drucktechnik, die aus dem 9. Jahrhundert stammt.

Schweift der Blick noch weiter, trifft das Auge auf hochmoderne Maschinen, die sich mit zero waste und immer schnelleren Prozessen auseinandersetzen.

Die Drucktechniken des Museums

Die Sammlung des Museums umfasst Druckmaschinen und -pressen von internationaler Bedeutung, darunter eine Columbia Press von 1842, eine Paragon Press von 1832 und eine originale Heidelberger Tiegel von 1926. Die Schriftgießerei des Museums zeigt die Entwicklung des Schriftgusses anhand von Schriftschablonen, Stahlstempeln und Gussformen. 

Eine besondere Attraktion ist die Lichtdruckwerkstatt, die eine der wenigen weltweit ist, in der dieses seltene Druckverfahren noch praktiziert wird. Der Lichtdruck, entwickelt im 19. Jahrhundert, ermöglicht die Herstellung von Faksimiles, die der Vorlage täuschend ähnlich sind.

Ein weiteres Highlight ist die Abteilung für Musiknotendruck, die die besonderen Herausforderungen und Techniken dieser speziellen Druckform darstellt. Die Xylografie-Werkstatt, die von Rudolf Rieß aus Nürnberg stammt, zeigt die hohe Kunst des Holzstichs, der im 19. Jahrhundert weit verbreitet war.

Das Museum auf der drupa 2024

Das Museum für Druckkunst Leipzig ist nicht nur ein Ort der Erinnerung und Bewahrung, sondern auch ein lebendiger Ort des Schaffens und der Vermittlung. Es bietet einzigartige Einblicke in die Geschichte der Druckkunst und lädt Besucher ein, diese hautnah zu erleben und selbst kreativ tätig zu werden. Ein Besuch lohnt sich für alle, die sich für die Geschichte der Medien, die Entwicklung der Drucktechniken und die Kunst des Druckens interessieren. Und wer es nicht nach Leipzig schafft, hat auf der drupa 2024 die Möglichkeit, dieses besondere Museum in mobiler Form zu erleben.

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